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Gewebebank des Klinikums rechts der Isar und der Fakultät für Medizin der TU München

Projektbesprechung
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Biobanken sammeln biologische Proben und die dazugehörigen Daten in anonymisierter Form zur strukturierten Auswertung. Im Sinne einer personalisierten Medizin besteht ein hoher Bedarf an spezifischen und gleichzeitig möglichst nebenwirkungsarmen Therapiekonzepten. Die Entwicklung dieser Therapien benötigt genaue Kenntnisse der molekularen Krankheitsabläufe. Zu deren Erforschung stellt humanes krankheitsspezifisches Gewebe eine essentielle Wissensquelle dar. Somit sind Biobanken eine wichtige Voraussetzung, um die Weiterentwicklung der medizinischen Forschung zu fördern. 

Am Mikroskop
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Im Institut für Allgemeine Pathologie und Pathologische Anatomie wird seit 1989 systematisch frisches unfixiertes Tumorgewebe und korrespondierendes nicht-neoplastisches Gewebe gesammelt, kryogefroren (N2) und archiviert. Aktuell umfasst die Gewebesammlung der Gewebebank des Klinikums rechts der Isar/der Fakultät für Medizin der TU München ca. 28.000 Proben von ca. 18.000 Patienten, davon sind ca. 15.000 Proben malignes Tumorgewebe und 13.000 Proben nicht neoplastisches Gewebe, gutartige Tumoren oder Tumorvorstufen.

German Biobank Alliance: Im Netzwerk die Forschung stärken

Der German Biobank Node (GBN) ist die zentrale Kooperationsplattform für deutsche Biobanken. Unter dem Dach von GBN arbeiten elf Biobankstandorte in der Biobankenallianz German Biobank Alliance (GBA) zusammen, um die biomedizinische Forschung mit hochwertigen Biomaterialproben und Daten zu unterstützen. 

Die Gewebebank des Klinikums rechts der Isar und der Fakultät für Medizin der TU München ist Partner dieser Biobankenallianz. Gemeinsam entwickeln die Biobanken der GBA einheitliche Qualitätsstandards, bauen eine vernetzte IT-Struktur auf und schaffen rechtliche und ethische Richtlinien für das Biobanking. Damit legen sie die Grundlage für die Weiterentwicklung und die Qualitätssicherung des Biobankings in Deutschland und Europa.

Gefördert wird die Vernetzung deutscher Biobanken vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). GBN ist weiterhin Partner im europäischen Biobankennetzwerk BBMRI-ERIC, in dem die Vernetzung und der Erfahrungsaustausch von Biobanken innerhalb Europas im Mittelpunkt steht.